Botanischer Garten Bielefeld

Arznei- und Gewürzpflanzengarten

Der Arznei- und Gewürzpflanzengarten befindet sich mitten im kostenlos zugänglichen Botanischen Garten Bielefeld. Die gesamte Anlage macht einen gut gepflegten Eindruck und die vielfältigen Heilpflanzen sind ausnahmslos beschildert. ♥♥♥♥♥

Adresse: Am Kahlenberg 16, 33617 Bielefeld

Da die Straßenführung aufgrund der vielen dort parkenden Anwohner- und Besucher-PKWs rund um den Botanischen Garten Bielefeld sehr eng ist und abgesehen von den Parkplätzen am nahen Friedhof nur wenige Parkmöglichkeiten vorhanden sind ist die Anfahrt nichts für schwache Nerven. ;-)

Angesichts der Hanglage des Botanischen Garten Bielefeld ist im Übrigen solides Schuhwerk sehr empfehlenswert.

Kupferband gegen Schnecken

Auch in diesem Jahr gibt es wieder etwas Neues in meinem Heilpflanzengarten. Oder besser gesagt – ich habe angebaut.

Es ist ein Versuch die hier – bei entsprechender Witterung – allgegenwärtigen Schnecken davon abzuhalten einige meiner Heilpflanzen immer wieder vollständig abzufressen. Egal ob Küchenkräuter wie Basilikum, Dill und Petersilie, den Neuaustrieb beispielsweise von Sonnenblumen und Dahlien oder das Kraut der Unsterblichkeit – der Appetit der Schnecken scheint unersättlich.

In den vergangenen zwei Jahren habe ich es mit Hausmitteln wie Kaffeesatz und Eierschalen probiert. Leider ohne Erfolg! Auch das regelmäßige, fast tägliche, Absammeln der Schnecken hat die Schäden nicht entscheidend verhindern können. Kupferband gegen Schnecken weiterlesen

Saisonstart im Heilpflanzengarten

Der langersehnte Frühling ist da. Und im Heilpflanzengarten geht es endlich wieder los. Gibt es etwas Schöneres als bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im eigenen Heilpflanzengarten zu gärtnern und sich auf die bevorstehenden, schönsten Monate des Jahres zu freuen?

Ich habe erst einmal für Ordnung gesorgt, d.h. insbesondere die vertrockneten Blütenstände und vergilbten Blätter meiner Heilpflanzen abgeschnitten sowie die Reste des Herbstlaubs entfernt. Einige der starkzehrenden Heilpflanzen habe ich zudem bereits mit einer großzügigen Gabe Bio-Kompost gedüngt. Und dann natürlich durchgehackt, das wie immer zeitig sprießende Unkraut entfernt und den Boden gründlich gelockert. Jetzt sieht es in meinem Heilpflanzengarten schon wieder ganz passabel aus. Saisonstart im Heilpflanzengarten weiterlesen

Sauna-Aufguss aus Kräutern selbst machen

Für ein Herstellung eines individuellen Aufgussmittels für die Sauna benötigt man eigentlich nur Wasser und Kräuter.  Geeignete Kräuter für einen Sauna-Aufguss sind beispielsweise Kamille, Lavendel, Melisse, Pfefferminze, Rosmarin und Thymian.

Die Wirkung der einzelnen Kräuter als Sauna-Aufguss:

  • Kamille beruhigt die gereizte und entzündete Haut.
  • Lavendel und Melisse fördern die Entspannung.
  • Pfefferminze erfrischt. Auch Rosmarin wirkt anregend.
  • Thymian befreit die Atemwege.
Quelle: pixabay.com

Und so wird ein Sauna-Aufgussmittel angesetzt:

Man benötigt eine Handvoll frische oder getrocknete Kräuter pro Liter Wasser. Die Kräuter werden grob zerkleinert in einen Topf gegeben und dann mit Wasser aufgegossen. Diese Mischung kocht man bei geschlossenem Deckel fünf bis 10 Minuten auf. Anschließend lässt man den Kräutersud mindestens eine Stunde – am besten aber über Nacht durchziehen. Danach werden die Kräuterrückstände abgeseiht und der selbstgemachte Kräuter-Aufguss für die Sauna ist fertig.

Der Klatschmohn ist die Blume des Jahres 2017

Klatschmohn (Papaver rhoeas)
Klatschmohn (Papaver rhoeas)

Sobald seine Farbakzente die Landschaften schmücken, beginnt die warme und helle Jahreszeit. Die zwischen Getreidehalmen schimmernden, strahlend roten Blüten des Klatschmohns scheinen uns ein äußerst vertrauter Sommerbegleiter zu sein. Tatsächlich sind seine zarten Blüten auf Äckern gar nicht mehr so häufig zu sehen. Denn zusammen mit vielen anderen Ackerwildpflanzen verschwindet der Klatschmohn allmählich aus seinem Lebensraum – der flächenmäßig zu den wichtigsten Ökosystemen in Deutschland zählt. In den heutzutage sehr intensiv bewirtschafteten Äckern lebten ursprünglich rund 350 Pflanzenarten. Viele davon können heute als biologisches Erbe unserer Kulturgeschichte angesehen werden, weil sie sich im Laufe der Geschichte an die Landnutzungspraktiken angepasst haben. Durch moderne Technik und Spritzmittel wurden in den letzten Jahrzehnten viele Ackerwildpflanzen an den Rand des Aussterbens gedrängt. „Eine ganze Lebensgemeinschaft, die uns seit tausenden Jahren begleitet, droht zu verschwinden“, so Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung. Dabei müssen nur 20 Arten als echte Problempflanzen angesehen werden – sie erschweren die Ernte, mischen sich in das Saatgut und enthalten sogar giftige Stoffe.

Die Wildpflanzen unserer Äcker bereichern unsere Kulturlandschaft nicht nur ästhetisch. Durch den Rückgang der Vielfalt im Ackerland sind vor allem auch Bestäuber wie beispielsweise Schmetterlinge und Bienen sehr stark bedroht. Andere Insekten und Spinnen, die diese Wildpflanzen als Nahrungspflanzen und als Refugien nutzen, sind ebenfalls betroffen. Viele dieser Tierarten halten landwirtschaftlich bedeutende Schädlinge wie Blattläuse in Schach. Die Verarmung der Ackerlebensgemeinschaft ist also auch für die Landwirtschaft ein zunehmendes Problem. Der beliebte Klatschmohn steht in diesem Jahr für viele andere bedrohte Ackerwildpflanzen und damit stellvertretend für den Verlust der bunten Vielfalt im Landbau.

Während hoch spezialisierte Ackerwildkräuter wie zum Beispiel die Kornrade (Blume des Jahres 2003) aktuell fast ausgestorben sind, ist der bundesweit noch ungefährdete Klatschmohn ein Überlebenskünstler. Denn er stellt nur wenige Ansprüche an seine Umgebung. Wohl fühlt er sich an hellen, frischen und eher stickstoffreichen Standorten. Diese boten ihm einst unsere Getreideäcker. Doch obwohl der Klatschmohn dort einen starken Rückgang erlitten hat, überlebt er mittlerweile überwiegend auf Ausweichflächen wie zum Beispiel Brachen und Schuttplätzen. Auch in Gärten ist er häufig zu finden.

Quelle: loki-schmidt-stiftung.de

Vier-Diebe-Essig

andere Bezeichnungen:
Pestessig, Spitzbubenessig, Vier-Räuber-Essig
(engl. The four Thieves Vinegar, franz. Vinaigre des quatre voleurs)

Einer Legende nach sollen sich vier Diebe zur Zeit der Pest-Epidemie in Marseille um 1720 mit Hilfe des Vier-Diebe-Essig vor der Pest geschützt haben. Das soll es ihnen ermöglicht haben die Pestkranken und -toten auszurauben ohne sich selbst anzustecken.

Welche Heilpflanzen zu der Zeit genau im sagenumwobenen Vier-Diebe-Essig enthalten waren ist nicht so ganz klar.  Die verschiedenen Quellen widersprechen sich diesbezüglich. Überliefert sind beispielsweise Engelwurz, Gewürznelken, Kalmuswurzel, Kampfer, Knoblauchzehen, Lavendel, Muskatnuß, Pfefferminzblätter, Rosmarin, Salbei, Weinraute, Wermutkraut und Zimt. Auch die damals übliche Art der Anwendung ist nicht mehr zweifelsfrei bekannt. Wurde der Vier-Diebe-Essig mit Wasser verdünnt getrunken, zur Einreibung in die Haut genutzt, versprüht oder die getrocknete Heilpflanzenmischung zum Räuchern verwendet? Vier-Diebe-Essig weiterlesen

Selbst gemachter Hustensaft mit Meerrettich, Zwiebel und Ingwer

Es gibt eine ganze Reihe von altbewährten Heilpflanzen denen eine gute Wirkung bei quälenden Erkältungssymptomen wie Husten nachgesagt wird. Dazu zählen beispielsweise Meerrettich, Zwiebeln, Ingwer, Fenchel, Thymian, Huflattich und Spitzwegerich.

Schon aus zwei Zutaten wie z.B. einer Zwiebel und etwas Zucker lässt sich ein wirksamer Hustensaft herstellen. Noch besser ist allerdings eine Kombination der unterschiedlichen Heilpflanzen.

Für einen Hustensaft benötigt man:

Selbst gemachter Hustensaft mit Meerrettich, Zwiebel und Ingwer weiterlesen