Saisonbeginn im Heilpflanzengarten

Oder vielleicht sollte ich besser sagen “Ich hatte jedenfalls darauf gehofft – schließlich ist bereits Mitte März.”

In der vergangenen Woche habe ich zumindest schon einmal aufgeräumt, d.h. die Reste des Herbstlaubs aufgesammelt,  die braun gewordenen Überbleibsel der Heilpflanzen aus dem Vorjahr bodennah abgeschnitten und den Boden im Heilpflanzenbeet gelockert.

Leider sind für das kommende Wochenende jetzt schon wieder Minusgrade vorhergesagt.

Meine Heilpflanzen sind ohnehin allesamt noch im Winterschlaf. Aber so langsam kann ich die triste, braune Erde nicht mehr sehen. Ungeachtet dessen ist bisher nicht einmal ein Hauch von frischem Grün zu entdecken.

Auch die über den Winter geplanten Neupflanzungen und Direktaussaaten von Heilpflanzen müssen bei den kalten Temperaturen weiterhin warten.  Schade, denn so langsam könnte es nun wirklich losgehen mit der Heilpflanzensaison 2018.

Badesalz mit Rosmarin

Das Schöne am Rosmarin ist neben seinem tollen Geschmack und den vielfältigen Heilwirkungen, dass er ganzjährig geerntet und verarbeitet werden kann.

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Rezept für ein Rosmarin-Badesalz

Man benötigt 500 g grobes Meersalz, 5 bis 10 ml selbst angesetzte Rosmarin-Tinktur (aus den Nadeln) und grüne Lebensmittelfarbe zum Einfärben.

Das Meersalz, die Rosmarin-Tinktur und die in Alkohol (Wasser hätte das Auflösen der Salzkristalle zur Folge) angerührte  Lebensmittelfarbe zum Einfärben werden miteinander gründlich vermischt. Anschließend wird das Salz auf einer Unterlage, z.B. einem mit Backpapier ausgelegten Tablett, ausgebreitet. Dort muss es vollständig durchtrocknen bevor es in ein Glas abgefüllt werden kann.

Für ein Vollbad werden 50 bis 100 g Rosmarin-Badesalz in heißem Wasser aufgelöst und dem Badewasser zugegeben. Rosmarin wirkt belebend und durchblutungsfördernd.

Alternativ (wenn man keine Rosmarin-Tinktur zur Verfügung hat) kann man aus den Zweigen des Rosmarins auch einen Absud herstellen und als Badezusatz verwenden. Die Anleitung dafür finden Sie hier

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Duftendes Potpourri

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Heiligabend ist inzwischen vier Wochen her – höchste Zeit die übriggebliebenen Reste vom Weihnachtsfest endlich wegzuräumen ;-)

Die ein oder andere Zimtstange. Angebrochene Tütchen Sternanis, Kardamom und Gewürznelken vom alljährlichen Backen der Weihnachtsplätzchen. Zitronen, Äpfel und Orangen die unansehnlich geworden sind, sich in Scheiben geschnitten aber noch prima zum Trocknen eignen. Übriggebliebene Weihnachtsdekoration wie getrocknete Tannenzapfen oder selbst gesammelte Hagebuttenzweige. Duftendes Potpourri weiterlesen

Wurzeln können auch im Winter ausgegraben und verarbeitet werden

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Während die Natur im Winterschlaf liegt haben wir jetzt Zeit und Muße neue Heilpflanzenrezepte auszuprobieren. Dafür eignen sich beispielsweise die Wurzeln von Beinwell, BrennnesselLöwenzahn und Meerrettich die zu dieser Jahreszeit (Oktober – März, wenn der Boden nicht gefroren ist) geerntet werden können. Wurzeln können auch im Winter ausgegraben und verarbeitet werden weiterlesen

Loki Schmidt Stiftung kürt langblättrigen Ehrenpreis zur Blume des Jahres 2018

Für den Schutz eines der am stärksten bedrohten Ökosysteme in ganz Europa: naturnahe Flussauen.

Wo der Langblättrige Ehrenpreis (Veronica maritima) noch vorkommt, säumt er in einem leuchtenden blau-lila Band die sommerlichen Ufer unserer großen Flüsse. Dort lebt er zusammen mit unglaublich vielen anderen, hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten wie dem Braunkehlchen, der Rotbauchunke und dem Wiesen-Alant. Hier pulsiert das Leben. Doch der Mensch lässt den Flussauen immer weniger Raum. In Deutschland sind bereits 2/3 der ehemaligen Überschwemmungsgebiete verloren gegangen. Dabei sind sie auch für den Hochwasserschutz und als CO2-Speicher von großer Bedeutung. Flussauen verdienen einen besonderen Schutz. Loki Schmidt Stiftung kürt langblättrigen Ehrenpreis zur Blume des Jahres 2018 weiterlesen

Rezept für einen Schlechtwettertee

Als Zutaten verwende ich Ingwer, Zimt, Zitronenmelisse und Apfelscheiben. Ingwer wirkt wärmend und ist wohltuend bei Erkältungskrankheiten. Das Gleiche gilt für Zimt, dem ebenso wie dem Ingwer antivirale und antibakterielle Eigenschaften nachgesagt werden. Die Zitronenmelisse wirkt beruhigend, schlaffördernd und stärkt das Nervensystem. Apfelscheiben verleihen dem Schlechtwettertee eine fruchtige Note. Genau das Richtige für trübe Herbsttage und lange dunkle Winterabende!

Mein Rezept für einen Schlechtwettertee:

  • Eine Handvoll frisch geernteter Zitronenmelisseblätter – bei der milden Witterung bei mir noch aus dem Heilpflanzengarten.
  • Ein bis zwei Apfelscheiben (getrocknet oder frisch).
  • Eine kleine Zimtstange.
  • Ein Stückchen fein gewürfelter Ingwer (ca. 10 g). Nicht zu viel, sonst wird der Tee zu scharf!

Besonders schön sieht es aus, wenn die Zutaten in einer Glaskanne aufgebrüht werden und der Tee auf einem Stövchen mit Teelicht warm gehalten wird. Die Ziehzeit beträgt 10 Minuten. Damit sich das Aroma gut entfaltet sollte zwischendurch ein bis zweimal umgerührt werden.

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