Kräuterweihe

An Maria Himmelfahrt werden in vorwiegend katholischen Gegenden unterschiedliche Kräuter gesammelt und zu einem üppigen Strauß gebunden. Üblich ist ein sogenannter 9er Buschen, der beispielsweise aus den Kräutern Johanniskraut, Schafgarbe, Baldrian, Rainfarn, Königskerze, Kamille, Wermut, Pfefferminze und Beifuß bestehen kann.

Diese Kräuterbuschen werden anschließend mit in die Kirche genommen, wo sie während eines Gottesdienstes vom Pfarrer gesegnet werden. Danach werden diese Kräutersträuße von den Gläubigen zu Hause in der Diele aufgehangen und getrocknet. Diesen Brauch bezeichnet man auch als Kräuterweihe, Kräuterbüschel binden, Krautbundsammeln oder Kruutwöösch.

Quelle:  Pfarrgemeinde St. Johannes d.T. Ratheim, Ratheimer Brauchtum – Kruutwöösch

Johannistag

Das echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) wird traditionell zwischen der Sommersonnenwende am 21. Juni und dem heutigen Johannistag am 24. Juni geerntet. Der Johannistag erinnert mit einem Hochfest an die Geburt Johannes des Täufers. Auch das Johanniskraut ist danach benannt, weil es alljährlich um den Johannistag herum seine sonnengelben Blüten öffnet. Die Blütezeit des Johanniskrauts geht über zwei Monate noch bis in den August hinein.

Aus den frisch gesammelten Blüten des Johanniskrauts lässt sich in den nächsten Wochen ein hochwirksames Johanniskraut-Rotöl herstellen, welches zum Beispiel bei Sportverletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen, aber auch bei rheumatischen Beschwerden angewandt werden kann. Eine Anleitung wie man das Johanniskraut-Rotöl ganz einfach selbst machen kann, finden Sie unter

Heilpflanzenporträt Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Fingerfood: Caprese mal anders

FingerfoodMeine Fingerfood-Variante des beliebten italienischen Vorspeisen-Klassikers Caprese.

Einige vollreife Kirschtomaten halbieren und mit einem Teelöffel aushöhlen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Jeweils eine Mini-Mozzarella-Kugel hineinlegen. Obendrauf mit einem Cocktailspieß oder einem Zahnstocher ein Basilikum-Blatt befestigen. Zum Schluss eventuell noch mit Olivenöl besprühen.

Das Fingerfood ist schnell gemacht, sieht hübsch aus und schmeckt selbstverständlich auch noch lecker.

Schnecken mögen keinen Rucola!

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Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia)

Eine ausgesprochen schneckensichere Salatvariante ist die wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia). Diese wird auch als Schmalblättriger Doppelsame oder Rucola bezeichnet.

Die mehrjährig wachsende wilde Rauke ist anspruchslos und kommt mit den unterschiedlichsten Licht- und Bodenverhältnissen zurecht. Rucola_2

Die jungen Blätter der wilden Rauke können ab Mai fortlaufend geerntet werden. Sie eignen sich vorzüglich für die Verwendung als italienischer Salat (Rucolablätter, Tomatenscheiben, gehobelter Parmesan, Balsamico) oder auch die Zubereitung eines leckeren Pesto.

Die Blätter der wilden Rauke werden stets vom Rand her geerntet, d.h. das Herz sollte stehenbleiben. Dadurch kann fast den ganzen Sommer über geerntet werden. Ob man die Blätter nur bis zur Blüte der wilden Rauke erntet oder darüber hinaus ist Geschmackssache. Die Blätter werden nach der Blüte jedenfalls zunehmend schärfer. Auch die Knospen, Blüten und Samen der wilden Rauke sind essbar.

Heilpflanzen mit Gardemaß

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Wilde Malve

Es hat mich doch etwas überrascht wie sehr einige Heilpflanzen bereits im zweiten Standjahr nach oben geschossen sind. Besonders die wilde Malve, der Gewürzfenchel und auch die Wegwarte haben inzwischen eine stattliche Höhe von 1,80 m erreicht.

Das ist mir eindeutig Zuviel des Guten zumal ich gerade auch für diese Heilpflanzen eher wenig praktische Verwendung habe. Noch habe ich nicht entschieden, ob ich einfach nur die Schere ansetze oder mich gleich ganz von wilder Malve, Gewürzfenchel und Wegwarte trenne. Heilpflanzen mit Gardemaß weiterlesen