Gundermann (Glechoma hederacea)

andere Bezeichnungen: Gundelrebe, Gundkraut

Gundermann (Glechoma hederacea)
Gundermann (Glechoma hederacea)

Charakteristisch für den kriechenden Wuchs des Gundermann sind die niedrigen Ausläufer, von denen aufrechte Blütensprosse aufsteigen.

Gundermann kommt hauptsächlich in Mitteleuropa vor. In der Pflanzenheilkunde werden hauptsächlich die Blätter, manchmal aber auch das gesamte Kraut des Gundermann verwendet. Die beste Sammelzeit für das Kraut ist während der Blüte im Frühjahr – die Blätter können ganzjährig geerntet werden.

Heilende Inhaltsstoffe des Gundermanns

Gundermann enthält neben Bitter- und Gerbstoffen beispielsweise auch Vitamin C.

Wirkung des Gundermanns als Heilpflanze
  • Gundermann hat eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung.
  • Äußerlich angewendet wird Gundermann bei schlecht heilenden, nässenden Wunden eingesetzt.
  • Innerlich eingesetzt sollen Erkältungskrankheiten und Magenverstimmungen durch Gundermann gelindert werden können.
Heilpflanzenrezepte mit Gundermann

Für eine Gundermann-Kompresse wird ein Teelöffel des getrockneten Krauts mit 150 bis 200 ml kochend heißem Wasser überbrüht. Den Teeaufguss 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, dann abseihen und abkühlen lassen. Bei schlecht heilenden Wunden eine Kompresse darin tränken und auf die erkrankte Hautstelle auflegen.

Interessant fand ich den Tipp von Steffen Guido Fleischhauer in „Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen“ der empfiehlt, angefeuchtete Gundermann-Blätter mit Puderzucker und Kakao zu bestäuben und dann bei niedriger Temperatur im Backofen zu trocknen. Das ist sicher mal einen Versuch wert.

♣ Der Gundermann ist ein schon lange bekanntes Heilkraut welches bereits im Mittelalter zur Behandlung von Eiterungen verwendet wurde. Eiter und Eiterbeulen bezeichnete man früher als „Gund“. Heilpflanzen zu ihrer Behandlung entsprechend als „Gundkraut“. Der heutige Name „Gundermann“ ist vermutlich ebenfalls davon abgeleitet.

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