Heilpflanzengarten anlegen

Hier gibt es einige Impressionen aus meinem eigenen, ungefähr 21m² kleinen, Heilpflanzengarten den ich 2015 angelegt habe und der sich seitdem stetig verändert.

Meine Erfahrungen im Hinblick auf die Anlage eines Heilpflanzengartens habe ich außerdem in dem folgendem Artikel zusammengefasst:

(Bitte auf die Grafik klicken!)


Was ich im Nachhinein anders machen würde …

Bei der Auswahl der Heilpflanzen sorgfältiger vorgehen

Im zweiten Jahr habe ich mich erst noch gefreut, wie schnell alles wächst. Allzu lange hat meine Freude allerdings nicht gedauert und mir sind die ersten Heilpflanzen wie beispielsweise die wilde Malve, die Wegwarte oder der Gewürzfenchel mit ihrem ungebremsten Drang nach oben doch deutlich über den Kopf gewachsen.

März 20017

Andere ausbreitungsfreudige Pflanzen wie der Beinwell, das Schöllkraut, die Pfefferminze und die Walderdbeeren ließen sich ebenfalls nur mühsam im Zaum halten.

Zu Beginn des dritten Jahres habe ich also erst einmal aufgeräumt und die unansehnlichen Wucherer vollständig entfernt bzw. stark zurückgeschnitten.


Einen Schneckenzaun rings um den gesamten Heilpflanzengarten einplanen

Und dann waren sie plötzlich über Nacht da – die spanischen Wegschnecken. Weg waren im Gegenzug Basilikum, Petersilie, die Sonnenblumen und das Kraut der Unsterblichkeit.

Hausmittel wie Kaffeesatz oder Eierschalen blieben wirkungslos. Schneckenkorn oder ähnliches Gift wollte ich in meinem Heilpflanzengarten nicht haben. Es blieb nur das tägliche Absammeln und die Erkenntnis, dass Schnecken sich nicht so einfach vertreiben lassen.

Nach den Erfahrungen aus dem Vorjahr hatte ich deshalb etliche Heilpflanzen zunächst schneckensicher in Kübeln und Kästen untergebracht. Inzwischen habe ich mir aus Pflanzsteinen ein kleines 50 cm hohes Beet angelegt und selbstklebendes Kupferband rings herum befestigt.


Mich bei meiner Vorstellung von einem Heilpflanzengartens von streng symmetrisch angelegten “Vorbildern” lösen

Ich hatte mir im Vorfeld den ein oder anderen professionell angelegten Heilpflanzengarten angesehen und schnell war klar, dass sich Ähnliches aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse bei mir nicht so einfach umsetzen lässt. Abgetrennte Beetflächen mit kleinen Hecken aus Buchsbaum eingefriedet und dann auch noch Wege dazwischen sowie in der Mitte ein Hochstämmchen –  all das braucht doch einiges mehr an Platz als mir zur Verfügung steht. Die Erkenntnis war zunächst frustrierend.

   

Inzwischen wachsen bei mir alle Heilpflanzen fröhlich durcheinander und nicht wie sonst üblich nach Anwendungsgebieten sortiert. Den Heilpflanzen selbst scheint das auch zu gefallen – sie wachsen dank des sonnigen und windgeschützten Standortes prächtig. Und auch optisch gefällt mir mein Heilpflanzengarten immer besser. Nicht zuletzt weil er bereits im Juli 2015 (siehe Fotos) auch schon ganz ansehnlich eingewachsen ist.


Mir bei der Grundanlage eines Heilpflanzengartens mehr Zeit lassen

Zu Beginn wollte ich meinen Heilpflanzengarten noch sehr strukturiert anlegen und entsprechend alle Heilpflanzen nach Indikationen sortiert in verschiedene Beete setzen.

Mai 2015

Die zunächst verlegten Beetplatten aus braunem Kunststoff waren im Hinblick darauf zwar auf den ersten Blick recht praktisch – auf den zweiten Blick haben sich die Bereiche darunter  aber zum herrlich feuchten und dunklen Schneckenparadies entwickelt.

Deshalb habe ich mich dann ziemlich schnell für eine Beetumrandung aus 30 x 30 cm großen Betonplatten sowie entsprechende Trittsteine entschieden.


Gezielt nach Kräutermärkten Ausschau halten

   

Wie alle Hobbygärtner warte ich, kaum dass das neue Jahr begonnen hat,  ungeduldig darauf, dass mein kleiner Heilpflanzengarten wieder zu Leben erwacht. Bereits ab Februar beginne ich deshalb damit die einjährigen Heilpflanzen wie Kapuzinerkresse, Ringelblumen und Kamille aus Samen auf der Fensterbank zu ziehen.

 

Die meisten Heilpflanzen habe ich allerdings gekauft, beispielsweise von der Staudengärtnerei Gaissmayer (www.gaissmayer.de). Die Auswahl ist ansprechend, der Pflanzenversand per Paket klappt von dort aus problemlos und die Qualität der Heilpflanzen ist auch gut.

Ansonsten stöbere ich gern in nahegelegenen Gartencentern die bekanntere Heilpflanzen eigentlich immer vorrätig haben.

Ausgefallene, sehr seltene und mir bis dahin oft unbekannte Heilpflanzen habe ich oft auf Kräutermärkten gefunden. Die Beratung durch die Mitarbeiter der meist kleinen Aussteller (oft auf Heilpflanzen spezialisierte Gärtnereien) war meist hervorragend. Entsprechend ist es dann jedes Mal ein Vergnügen die neu erstandenen Schätze nach Hause zu tragen.

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