Lein (Linum catharticum)

andere Bezeichnung: Purgier-Lein, Wiesen-Flachs

Lein ist die Heilpflanze des Jahres 2005. Lein wächst überall dort wo ein gemäßigtes Klima herrscht, d.h. neben den Mittelmeerländern und Skandinavien ist Lein auch in Deutschland weit verbreitet. In der Pflanzenheilkunde werden die Samen des Lein (Leinsamen) genutzt.

Heilende Inhaltsstoffe des Leins

Aufgrund des im Leinkraut vorhandenen giftigen Bitterstoffs Linin wurde Lein früher als Brechmittel eingesetzt. Die heute zu medizinischen Zwecken, z.B. bei Verstopfung, verwendeten Leinsamen enthalten neben Linolensäure und Omega-3-Fettsäuren beispielsweise auch die Aminosäuren Lysin, Methionin und Tryptophan.

Wirkung von Lein als Heilpflanze
  • Leinsamen helfen bei Verstopfung.
  • Leinsamen lindern Magenschleimhautentzündungen.
  • Leinsamen wirken entzündungshemmend und schmerzstillend.
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Heilpflanzenrezepte mit Lein

Leinsamen-Joghurt: Bei Verstopfung rührt man ein- bis zweimal täglich 1 EL Leinsamen in 150 g Joghurt. Dazu trinkt man ein großes Glas Mineralwasser oder Kräutertee damit der Leinsamen ausquellen kann und der Stuhl aufgeweicht wird.

Bei Magenschleimhautentzündung trinkt man jeweils vor den Mahlzeiten einen Leinsamen-Kamille-Tee. Dafür wird ein Teelöffel Kamilleblüten mit heißem Wasser aufgegossen. 5 Minuten abgedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Danach einen Teelöffel Leinsamen einrühren und 5 Minuten quellen lassen. Den Leinsamen-Kamille-Tee langsam in kleinen Schlucken trinken. Die im Leinsamen enthaltenen Schleimstoffe legen sich wie ein Schutzfilm über die entzündete Magenschleimhaut. Der Kamille-Tee unterstützt den Heilungsprozess.

Leinsamen-Säckchen lindern Erkältungsbeschwerden wie Ohrenschmerzen und Nebenhöhlenentzündungen. Im Mörser grob zerstossende Leinsamen (50 – 100 g) werden mit Wasser (100 bis 200 ml) kurz aufgekocht. Diese Masse füllt man anschliessend in ein fertiges Leinensäckchen oder gibt sie auf ein Stofftaschentuch welches man anschliessend zubindet. Das Leinsamen-Säckchen wird dann für 5 bis 10 Minuten, solange es als angenehm empfunden wird, auf die schmerzende Stelle aufgelegt.

♣ Neben Erbsen, Gerste, Linsen und Weizen zählen Leinsamen zu den ältesten bekannten Agrarpflanzen in Europa. Lein wurde als Ölpflanze hierzulande vermutlich sogar noch vor Hanf und Mohn genutzt. Aufgrund des hohen Anteils an Omega-3-Fettsäuren gilt Leinöl als ausgesprochen gesund. Es wird durch Kaltpressung gewonnen.

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