Meine Lieblingsrezepte

Rosmarin-Badesalz

Man benötigt 500 g grobes Meersalz, 5 bis 10 ml selbst angesetzte Rosmarin-Tinktur (aus den Nadeln) und grüne Lebensmittelfarbe zum Einfärben. Das Meersalz, die Rosmarin-Tinktur und die in Alkohol (Wasser hätte das Auflösen der Salzkristalle zur Folge) angerührte Lebensmittelfarbe zum Einfärben werden miteinander gründlich vermischt. Anschließend wird das Salz auf einer Unterlage, z.B. einem mit Backpapier ausgelegten Tablett, ausgebreitet. Dort muss es vollständig durchtrocknen bevor es in ein Glas abgefüllt werden kann. Für ein Vollbad werden 50 bis 100 g Rosmarin-Badesalz in heißem Wasser aufgelöst und dem Badewasser zugegeben. Rosmarin wirkt belebend und durchblutungsfördernd.

Kräuter-Butter

Kräuter-Butter … in drei Minuten fertig. Versprochen! Für die selbst gemachte Kräuter-Butter brauchen Sie an Zutaten lediglich einen Becher Bio-Schlagsahne, ½ bis 1 Teelöffel Meersalz sowie einige, frische Kräuter. Als Zubehör benötigen Sie einen handelsüblichen Pürierstab, der auf einen Zerkleinerer mit Edelstahlmesser aufgeschraubt werden kann. Alle Zutaten (Sahne, Salz, Kräuter) in den Zerkleinerer mit Edelstahlmesser geben und dann den Deckel sowie den Pürierstab aufschrauben. Zwei Minuten auf höchster Stufe laufen lassen. Dann die Buttermilch abgießen und die Kräuter-Butter eventuell noch etwas mit der Hand ausdrücken. Fertig! Die aus Bio-Schlagsahne selbst gemachte Kräuter-Butter schmeckt sehr viel frischer und ist von ihrer Konsistenz deutlich feiner als wenn Sie einfach nur gehackte Kräuter unter fertig gekaufte Butter rühren.

Duft-Potpourri

Heiligabend ist vorbei – höchste Zeit die übriggebliebenen Reste vom Weihnachtsfest endlich wegzuräumen. Die ein oder andere Zimtstange. Angebrochene Tütchen Sternanis, Kardamom und Gewürznelken vom alljährlichen Backen der Weihnachtsplätzchen. Zitronen, Äpfel und Orangen die unansehnlich geworden sind, sich in Scheiben geschnitten aber noch prima zum Trocknen eignen. Übriggebliebene Weihnachtsdekoration wie getrocknete Tannenzapfen oder selbst gesammelte Hagebuttenzweige. Daraus lässt sich schnell und ohne viel Aufwand ein Duft-Potpourri herstellen. Geben Sie alle Zutaten in einen großen Gefrierbeutel sowie eventuell noch einige Tropfen eines ätherischen Öls (Vanille, Orange, Lavendel, Rose o.ä.) dazu und verschließen Sie diesen. Dann schütteln Sie alles vorsichtig gut durch und lassen ihn einige Zeit so liegen. Danach können Sie Ihr selbst gemachtes Duftpotpourri in einer Schale verteilen und z.B. auf die Heizung stellen. Wenn der Duft nachlässt einfach mit einigen Tropfen eines ätherischen Öls wieder auffrischen.

Overnight Oats mit Pflaumenkompott, Orangentagetes und Zimt

50 g Vollkorn-Haferflocken mit 200 ml fettarmer Bio-Milch übergießen. 2 Esslöffel gemahlene Mandeln unterrühren. Die Haferflocken anschließend etwas quellen lassen. Während dessen die Pflaumen entsteinen, in kleine Spalten schneiden und mit etwas Wasser aufkochen lassen. Je nach Geschmack, eventuell etwas Zucker hinzugeben. Anschließend das Pflaumenkompott auf die Haferflocken geben und noch etwas Zimt darüber streuen. Über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Morgens entweder direkt genießen oder kurz in der Mikrowelle erwärmen. Als Topping einige klein geschnittene Orangentagetes-Blüten hinzugeben.

Sauna-Kräuter-Aufguss

Für ein Herstellung eines individuellen Aufgussmittels für die Sauna benötigt man eigentlich nur Wasser und Kräuter.  Geeignete Kräuter für einen Sauna-Aufguss sind beispielsweise Kamille, Lavendel, Melisse, Pfefferminze, Rosmarin und Thymian. Die Wirkung der einzelnen Kräuter als Sauna-Aufguss: Kamille beruhigt die gereizte und entzündete Haut. Lavendel und Melisse fördern die Entspannung. Pfefferminze erfrischt. Auch Rosmarin wirkt anregend. Thymian befreit die Atemwege. Und so wird ein Sauna-Aufgussmittel angesetzt: Man benötigt eine Handvoll frische oder getrocknete Kräuter pro Liter Wasser. Die Kräuter werden grob zerkleinert in einen Topf gegeben und dann mit Wasser aufgegossen. Diese Mischung kocht man bei geschlossenem Deckel fünf bis 10 Minuten auf. Anschließend lässt man den Kräutersud mindestens eine Stunde – am besten aber über Nacht durchziehen. Danach werden die Kräuterrückstände abgeseiht und der selbstgemachte Kräuter-Aufguss für die Sauna ist fertig.

Kräutersalz und Blütenzucker

Obwohl so einfach und schnell selbst gemacht sind sowohl das Kräuter-Salz als auch der Blüten-Zucker ein echter Gaumenschmaus. Beides ist auch eine schöne Idee für ein hübsches, in letzter Minute gezaubertes, Mitbringsel.

Für das Kräuter-Salz benötigt man 200 g grobes Meersalz und 20 g getrocknete, gehackte Kräuter. Sehr lecker und vielseitig verwendbar ist ein Kräuter-Salz mit Kräutern wie Estragon, Lavendel, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian. Wer keine selbst geernteten Kräuter zur Verfügung hat und/oder es ganz unkompliziert mag, kauft sich einfach ein fertiges Tütchen Kräuter der Provence* in der Gewürzabteilung im Supermarkt. Frische Kräuter sind für das Kräuter-Salz nicht geeignet, weil durch die enthaltene Feuchtigkeit das Meersalz verklumpen würde. Man kann die frischen Kräuter aber auch auf Backpapier ausbreiten und dann bei sehr niedriger Temperatur (50 ° Celsius) langsam im Backofen trocknen lassen. Anschließend werden Meersalz und Kräuter miteinander vermischt und in ein Schraubglas gefüllt. Bei warmen Speisen kann man das Kräuter-Salz direkt verwenden. Wenn mit dem Kräuter-Salz kalte Speisen gewürzt werden sollen, sollte man die entsprechende Portion Kräuter-Salz vorher im Mörser zermahlen. Das gesamte Kräuter-Salz schon gemahlen abzufüllen ist nicht empfehlenswert, weil sich dann das Aroma nicht so gut hält.

Für den Blüten-Zucker benötigt man 200 g Zucker und 20 g getrocknete, zerkleinerte Blüten.
Prinzipiell sind alle essbaren Blüten (z.B. Chrysanthemen, Gänseblümchen, Holunderblüten, Jasmin, Klatschmohn, Lavendel, Lindenblüten, Löwenzahnblüten, Malven, Margeriten, Passionsblumen, Ringelblumen, Rosen, Schafgarbe, Schlüsselblumen, Sonnenblumen, Stiefmütterchen, Veilchen) geeignet. Aber nicht alle Blüten schmecken im Blüten-Zucker auch wirklich lecker. Mein Tipp, um herauszufinden welche Kombination von Blüten am besten schmeckt – brühen Sie sich vorher einen Tee damit auf. Wenn eine Auswahl an Blüten getroffen ist, werden diese mit dem Zucker vermischt und in ein Schraubglas gefüllt. Der Blüten-Zucker eignet sich beispielsweise zum Süßen von Quarkspeisen oder zum Aromatisieren von Schlagsahne.

Johanniskraut-Rotöl

Ein bei Muskel- und Gelenkschmerzen sehr wirksames Johanniskraut-Rotöl kann man sich ganz leicht selbst herstellen. Dafür sammelt man ein Schraubglas voll mit frisch aufgeblühten Johanniskraut-Blüten und zerquetscht sie (zum Beispiel mit einem Mörser-Stößel). Dann übergießt man sie mit einem guten Sonnenblumenöl in Bio-Qualität bis sie gerade eben so bedeckt sind. Anschließend verschließt man das Glas mit dem Deckel, stellt es sonnig und warm. Nach drei Tagen ist der Gärungsprozess abgeschlossen und man öffnet das Glas noch einmal kurz, um es mit Sonnenblumenöl randvoll aufzufüllen. Das Johanniskraut-Rotöl muss noch weitere drei bis sechs Wochen durchziehen (dabei gelegentlich schütteln), bevor es abgeseiht und verwendet werden kann. Dabei muss man sehr sorgfältig vorgehen. Zuerst wird das Johanniskraut-Rotöl durch ein Teesieb abgeseiht und dadurch die groben Pflanzenteile entfernt. Das Johanniskraut-Rotöl ist danach aber noch sehr trüb. Deshalb muss man das Johanniskraut-Rotöl noch durch einen Kaffeefilter langsam abtropfen lassen damit auch kleinere Pflanzenpartikel hängen bleiben. Zum Schluss wird das Johanniskraut-Rotöl in dunkle Flaschen abgefüllt.

Erkältungssalbe

Vaseline* gibt es in 125 ml Dosen im Drogeriemarkt (100 ml = 1,00 EUR) zu kaufen. Diese Menge erwärme ich auf niedriger Temperatur bis sie flüssig geworden ist. Die Vaseline darf nicht köcheln! Dann gebe ich 25 Tropfen Japanisches Heilpflanzenöl hinzu und rühre sie unter. Anschließend in die ursprüngliche Dose abfüllen. Fertig! Die Erkältungssalbe eignet sich gut zur Behandlung von Brustschmerzen, wenn sie im Zusammenhang mit einem Erkältungsinfekt auftreten.

*Vaseline ist ein Nebenprodukt, welches bei der Gewinnung von Erdöl anfällt. Vaseline hat einen Schmelzbereich von 38 bis 58° Celsius. Melkfett besteht übrigens auch aus Vaseline, der allerdings bereits verschiedene Hautpflege- und Duftstoffe zugesetzt wurden. Von daher ist es sinnvoller mit dem Ursprungsprodukt Vaseline zu arbeiten. Schweineschmalz als Basis für Heilsalben ist auch nur bedingt geeignet. Schweineschmalz ist das aufbereitete Schlachtfett von Schweinen. Es kann medikamentöse Rückstände (z.B. Antibiotika) aus der Tiermast enthalten. Außerdem ist es nicht duftneutral.

Lassi mit Pfefferminzgeschmack

Für den Pfefferminz-Sirup koche ich 375 ml Wasser mit 15 g frischer Pfefferminze kurz auf. Dann lasse ich die Mischung 15 Minuten abgedeckt durchziehen. Anschließend gebe ich 250 g Zucker hinzu und lasse alles ein bis zwei Minuten aufkochen (bis sich der Zucker aufgelöst hat). Dann ist der Sirup fertig und kann in eine Flasche abgefüllt werden. Für das Lassi mit Pfefferminzgeschmack verrühre ich pro Person jeweils 50 ml Naturjoghurt, Milch und Mineralwasser mit einem Esslöffel Pfefferminze-Sirup. Schmeckt besonders im Sommer sehr erfrischend!