Grundrezept für eine Heilpflanzen-Salbe

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125 g Vaseline bei niedriger Temperatur unter gelegentlichem Umrühren erhitzen. Die Vaseline darf nicht köcheln.

Dann eine Hand voll frischer Heilpflanzenteile (z.B. Ringelblumenblüten)hinzu geben und gut unterrühren. Beides zusammen einige Minuten lang unter ständigem Rühren weiter erhitzen.

Anschließend den Topf von der Herdplatte nehmen und die Salbe ein bis zwei Stunden durchziehen lassen.

Danach die Salbe noch einmal kurz erwärmen, durch ein Teesieb abseihen und bis zur Anwendung in ein dunkles Glastöpfchen füllen.

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Grundrezept für einen Heilpflanzen-Tee

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Zwei Teelöffel der zerkleinerten, frischen Heilpflanze oder ein Teelöffel bei getrockneten Heilpflanzenteilen werden in ein Teeglas gegeben.

Die Heilpflanzen werden anschließend mit 150 bis 200 ml kochendem Wasser übergossen. Die in den Heilpflanzen enthaltenen ätherische Öle sind flüchtig. Deshalb ist es ganz wichtig, dass das Teeglas abgedeckt wird.

Nach einer Ziehzeit von mindestens 5 Minuten und maximal  10 Minuten wird der Tee abgeseiht.

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Wie kann man Heilpflanzen anwenden?

Pflanzliche_Arzneimittel_1In der Regel stellt man sich zunächst einen Teeaufguss, eine Tinktur, einen Kaltauszug oder einen Absud aus der Heilpflanze oder ihren Teilen her.

 

Tee = Aufguss der Heilpflanze mit heißem Wasser

Auszug, Extrakt, Tinktur = Herausziehen der Inhaltsstoffe aus einer Heilpflanze mit Hilfe eines Lösungsmittels (Alkoholauszug, Ölauszug)

Kaltauszug, Mazerat = Einweichen der Heilpflanze in kaltem Wasser

Absud, Abkochung, Dekokt = Aufkochen der Heilpflanze mit Wasser

Die verschiedenen Darreichungsformen werden dann 1. innerlich als Tee getrunken oder als Tropfen eingenommen. 2. äußerlich als Auflagen, Umschläge, Wickel, Dampf-Inhalationen, Körperöle, Salben oder Badezusätze angewendet.

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Welche Nebenwirkungen gibt es bei der Anwendung von Heilpflanzen?

Heilpflanzen sind Pflanzen die gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten.

Unter Heilpflanzenkunde versteht man die Lehre von der Anwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel, d.h. um Krankheitssymptome zu lindern und Krankheiten zu heilen.

Die Anwendung von Heilpflanzen ist in der Regel gut verträglich – man spricht nicht umsonst von einer sanften Heilmethode.

Die meisten Heilpflanzenpräparate sind nebenwirkungsarm, aber nicht wie vielfach fälschlich angenommen wird, nebenwirkungsfrei. Auch sie eignen sich nicht zum leichtfertigen Dauergebrauch, können Wechselwirkungen mit anderen schulmedizinischen oder naturheilkundlichen Medikamenten haben und bei falscher Anwendung Gesundheitsschäden verursachen.

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Wie wirken Heilpflanzen?

Während chemisch-synthetische „schulmedizinische“ Arzneimittel von außen auf den Körper einwirken um die Krankheitsursache zu beseitigen oder Krankheitssymptome zu lindern, setzen pflanzliche „naturheilkundliche“ Heilmittel oftmals Reize, um den Körper zur Selbstheilung von innen heraus anzuregen. Bis diese Selbstregulation einsetzt und es zu einer Aktivierung der Selbstheilungskräfte kommt, müssen diese Reize durch Heilpflanzen immer wieder über eine längere Zeit gegeben werden, so dass die Wirkung zeitverzögert eintritt. Dieser schleichend einsetzende Behandlungserfolg ist einer der Gründe dafür, warum Zubereitungen aus Heilpflanzen so gut verträglich sind.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen schulmedizinischen und naturheilkundlichen Medikamenten besteht darin, dass erstere meistens nur einen einzigen Wirkstoff enthalten, während bei letzteren Wirkstoffkomplexe aus allen der in der jeweiligen Heilpflanze enthaltenen Substanzen zum Einsatz kommen. Die Palette der möglichen Inhaltsstoffe von Heilpflanzen reicht dabei von Schleim-, Gerb- und Bitterstoffen, über ätherische Öle, sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide), Alkaloide, Glykoside, Salicylate und Saponine bis hin zu Enzymen, Vitaminen und Mineralien. Bei vielen Heilpflanzen wurde deshalb auch noch nicht genau wissenschaftlich erforscht, welches genau die wirksamen Inhaltsstoffe sind und wie ihre Wirkungsweise ist.

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