Grundrezept für Auflagen, Umschläge und Wickel

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Zunächst wird ein Aufguss aus der Heilpflanze hergestellt, d.h. ein starker Tee (eben nur in etwas größeren Mengen) gekocht. Darin wird ein Leinentuch getränkt. Dieses Leinentuch wird entweder nur aufgelegt, umgeschlagen oder es wird ein Heilpflanzen-Wickel angelegt.

Ein Wickel besteht in der Regel aus drei unterschiedlichen Lagen. Die innerste Lage ist ein Leinentuch, welches z.B. mit einem Heilpflanzen-Aufguss aus Kamilleblüten getränkt ist. Dieses wird direkt auf die Haut aufgelegt. Darüber kommt als mittlere Lage zur Abdeckung ein Baumwolltuch. Als oberste Lage um den Wickel zu fixieren verwendet man ein Wolltuch.

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Grundrezept für eine Heilpflanzen-Tinktur

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Für eine Heilpflanzen-Tinktur werden die weichen Pflanzenteile (z.B. Blätter) grob mit einem Messer zerhackt und eher harte Bestandteile der Heilkräuter (z.B. Samen oder Wurzeln) in einem Mörser zerdrückt.

Diese setzt man dann in einem Schraubglas mit Alkohol (z.B. 38%iger Kornbrand “Doppelkorn”) an. Alle Heilpflanzenteile müssen vollständig mit Alkohol bedeckt sein.

Das Schraubglas gut verschließen und mindestens 10 Tage (besser sind vier bis sechs Wochen) dunkel aufbewahren. Gelegentlich schütteln!

Danach wird die Tinktur in ein zweites Schraubglas abgeseiht und nochmal für 2 bis 3 Tage dunkel gestellt.

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Grundrezept für ein Heilpflanzen-Körperöl

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Für ein Körperöl mit Heilpflanzen gibt man 50 g der frischen oder getrockneten Heilpflanzenteile in ein Schraubglas.

Die grob zerkleinerten Heilpflanzen übergießt man mit 200 ml Oliven- oder besonders hautverträglichem Mandelöl so dass die Heilpflanzenteile vollständig bedeckt sind.

Dann stellt man das Schraubglas für zwei bis sechs Wochen an einen hellen und warmen Platz. Gelegentlich schütteln!

Anschließend filtert man das Heilpflanzen-Öl, am besten in eine dunkle Flasche, ab. Das verlängert die Haltbarkeit.

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Grundrezept für eine Heilpflanzen-Salbe

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125 g Vaseline bei niedriger Temperatur unter gelegentlichem Umrühren erhitzen. Die Vaseline darf nicht köcheln.

Dann eine Hand voll frischer Heilpflanzenteile (z.B. Ringelblumenblüten)hinzu geben und gut unterrühren. Beides zusammen einige Minuten lang unter ständigem Rühren weiter erhitzen.

Anschließend den Topf von der Herdplatte nehmen und die Salbe ein bis zwei Stunden durchziehen lassen.

Danach die Salbe noch einmal kurz erwärmen, durch ein Teesieb abseihen und bis zur Anwendung in ein dunkles Glastöpfchen füllen.

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Grundrezept für einen Heilpflanzen-Tee

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Zwei Teelöffel der zerkleinerten, frischen Heilpflanze oder ein Teelöffel bei getrockneten Heilpflanzenteilen werden in ein Teeglas gegeben.

Die Heilpflanzen werden anschließend mit 150 bis 200 ml kochendem Wasser übergossen. Die in den Heilpflanzen enthaltenen ätherische Öle sind flüchtig. Deshalb ist es ganz wichtig, dass das Teeglas abgedeckt wird.

Nach einer Ziehzeit von mindestens 5 Minuten und maximal  10 Minuten wird der Tee abgeseiht.

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Wie kann man Heilpflanzen anwenden?

Pflanzliche_Arzneimittel_1In der Regel stellt man sich zunächst einen Teeaufguss, eine Tinktur, einen Kaltauszug oder einen Absud aus der Heilpflanze oder ihren Teilen her.

 

Tee = Aufguss der Heilpflanze mit heißem Wasser

Auszug, Extrakt, Tinktur = Herausziehen der Inhaltsstoffe aus einer Heilpflanze mit Hilfe eines Lösungsmittels (Alkoholauszug, Ölauszug)

Kaltauszug, Mazerat = Einweichen der Heilpflanze in kaltem Wasser

Absud, Abkochung, Dekokt = Aufkochen der Heilpflanze mit Wasser

Die verschiedenen Darreichungsformen werden dann 1. innerlich als Tee getrunken oder als Tropfen eingenommen. 2. äußerlich als Auflagen, Umschläge, Wickel, Dampf-Inhalationen, Körperöle, Salben oder Badezusätze angewendet.

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