Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Rosmarin ist eigentlich eine typische Mittelmeerpflanze, die trockene und sonnige Standortbedingungen benötigt. Seit vielen Jahren wird sie aber auch bei uns als Zier- und Gewürzpflanze kultiviert. In der Pflanzenheilkunde werden ausschliesslich die Blätter verwendet.

Heilende Inhaltsstoffe des Rosmarins

Rosmarin enthält ätherisches Öl, aber auch schmerzlindernd und antibakteriell wirkende Gerbstoffe wie Rosmarinsäure sowie entzündungshemmende Saponine. Der im Rosmarin enthaltenen Glycolsäure werden zudem hautpflegende Eigenschaften nachgesagt.

Wirkung von Rosmarin als Heilpflanze
  • Rosmarin hat eine antibakterielle, entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung.
  • Aufgrund seiner durchblutungsfördernden und krampflösenden Wirkung hilft Rosmarin bei Muskelverspannungen und lindert Muskelschmerzen.
  • Rosmarin wirkt anregend und belebend bei Abgeschlagenheit und Erschöpfung.
Heilpflanzenrezepte mit Rosmarin

Ein wirksames Rosmarin-Körperöl kann man sehr leicht selbst ansetzen. Dafür schneidet man einige Zweige Rosmarin ab und gibt sie in ein kleines Schraubglas. Dieses füllt man mit etwa 100 ml eines guten Olivenöls (möglichst in Bio-Qualität) auf. Danach muss das Rosmarin-Körperöl vier bis sechs Wochen an einem sonnigen und warmen Standort durchziehen bevor man es verwenden kann. Um die Haltbarkeit zu verbessern sollte das Rosmarin-Körperöl anschliessend in eine dunkle Flasche umgefüllt und kühl gelagert werden. Bei Muskel- und Gelenkschmerzen die betroffenen Körperpartien mehrmals täglich mit dem Rosmarin-Körperöl einreiben.

Um einen heilkräftigen Rosmarin-Badezusatz herstellen zu können benötigt man circa 100 g frische Rosmarin-Blätter (für ein Vollbad). Diese werden mit einem Liter Wasser übergossen und kurz aufgekocht. Ätherische Öle sind flüchtig, also Topfdeckel auflegen! Den Rosmarin-Aufguss lässt man zugedeckt ungefähr eine halbe Stunde durchziehen bevor man die Blätter aussiebt und so einen Rosmarin-Absud erhält, den man als Badezusatz verwenden kann. Ein Vollbad mit diesen Rosmarin-Badezusatz ist besonders hilfreich bei Gliederschmerzen und Erschöpfungszuständen.

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Fotos: Herstellung einer Erkältungssalbe

Rezept für eine Erkältungssalbe: Vaseline* gibt es in 125 ml Dosen im Drogeriemarkt (100 ml = 1,00 EUR) zu kaufen. Diese Menge erwärme ich auf niedriger Temperatur bis sie flüssig geworden ist. Die Vaseline darf nicht köcheln! Dann gebe ich 15 g frische Rosmarin- und Thymian-Blätter hinzu und lasse die Masse 30 Minuten lang abgedeckt durchziehen. Danach noch einmal kurz erwärmen und 25 Tropfen Japanisches Heilpflanzenöl unterrühren. Anschließend in die ursprüngliche Dose abseihen. Fertig! Die Erkältungssalbe eignet sich gut zur Behandlung von Brustschmerzen, wenn sie im Zusammenhang mit einem Erkältungsinfekt auftreten.

Grillen mit Kräutern: Rezept für eine Kräutermarinade

Grillen mit Kräutern: Gemüsespieße auf Rosmarinzweigen

*Vaseline ist ein Nebenprodukt, welches bei der Gewinnung von Erdöl anfällt. Vaseline hat einen Schmelzbereich von 38 bis 58° Celsius. Melkfett besteht übrigens auch aus Vaseline, der allerdings bereits verschiedene Hautpflege- und Duftstoffe zugesetzt wurden. Von daher ist es sinnvoller mit dem Ursprungsprodukt Vaseline zu arbeiten. Schweineschmalz als Basis für Heilsalben ist auch nur bedingt geeignet. Schweineschmalz ist das aufbereitete Schlachtfett von Schweinen. Es kann medikamentöse Rückstände (z.B. Antibiotika) aus der Tiermast enthalten. Außerdem ist es nicht duftneutral.

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