Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Der Rosmarin ist ein Symbol für die Liebe. Bereits in der griechischen Mythologie wird Rosmarin mit der Göttin Aphrodite, die für Liebe und Schönheit steht in Verbindung gebracht. Traditionell tragen auch heute noch viele Bräute einen kleinen Rosmarinkranz der an ihrem Brautkleid befestigt wird.


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Rosmarin auf dem Balkon oder im Gartenbeet

Rosmarin ist eigentlich eine typische Mittelmeerpflanze, die trockene und sonnige Standortbedingungen benötigt. Seit vielen Jahren wird sie aber auch bei uns als Zier- und Gewürzpflanze kultiviert. Die Winterhärte ist je nach Sorte unterschiedlich. In milderen Wintern kann der Rosmarin mit einem leichten Winterschutz draußen bleiben. Einmal eingewachsene Rosmarin-Pflanzen an einem geschützten Standort sind gut winterhart.

Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete des Rosmarins

In der Pflanzenheilkunde werden ausschließlich die Blätter verwendet.

  • Rosmarin hat eine antibakterielle, entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung.
  • Aufgrund seiner durchblutungsfördernden und krampflösenden Wirkung hilft Rosmarin bei Muskelverspannungen und lindert Muskelschmerzen.
  • Rosmarin wirkt anregend und belebend bei Abgeschlagenheit und Erschöpfung.

Rosmarin enthält ätherisches Öl, aber auch schmerzlindernd und antibakteriell wirkende Gerbstoffe wie Rosmarinsäure sowie entzündungshemmende Saponine. Der im Rosmarin enthaltenen Glycolsäure werden zudem hautpflegende Eigenschaften nachgesagt.

Heilpflanzenrezepte mit Rosmarin

Ein wirksames Rosmarin-Körperöl kann man sehr leicht selbst ansetzen. Dafür schneidet man einige Zweige Rosmarin ab und gibt sie in ein kleines Schraubglas. Dieses füllt man mit etwa 100 ml eines guten Olivenöls (möglichst in Bio-Qualität) auf. Danach muss das Rosmarin-Körperöl vier bis sechs Wochen an einem sonnigen und warmen Standort durchziehen bevor man es verwenden kann. Um die Haltbarkeit zu verbessern sollte das Rosmarin-Körperöl anschliessend in eine dunkle Flasche umgefüllt und kühl gelagert werden. Bei Muskel- und Gelenkschmerzen die betroffenen Körperpartien mehrmals täglich mit dem Rosmarin-Körperöl einreiben.

Um einen heilkräftigen Rosmarin-Badezusatz herstellen zu können benötigt man circa 100 g frische Rosmarin-Blätter (für ein Vollbad). Diese werden mit einem Liter Wasser übergossen und kurz aufgekocht. Ätherische Öle sind flüchtig, also Topfdeckel auflegen! Den Rosmarin-Aufguss lässt man zugedeckt ungefähr eine halbe Stunde durchziehen bevor man die Blätter aussiebt und so einen Rosmarin-Absud erhält, den man als Badezusatz verwenden kann. Ein Vollbad mit diesen Rosmarin-Badezusatz ist besonders hilfreich bei Gliederschmerzen und Erschöpfungszuständen.