Schöllkraut (Chelidonium majus)

Schöllkraut (Chelidonium majus)
Schöllkraut (Chelidonium majus) – Austrieb im April

Das Schöllkraut kommt in wärmeren Gebieten Europas, Asiens und Afrikas vor. In der Pflanzenheilkunde werden das Kraut (Sommer), die Wurzel (Herbst) und der frische Saft verwendet.

Heilende Inhaltsstoffe des Schöllkrauts

Der Milchsaft des Schöllkrauts enthält verschiedene Alkaloide sowie Bitterstoffe, die seine Wirkung auf Leber und Galle erklären.

Wirkung von Schöllkraut als Heilpflanze
  • Schöllkraut regt die Produktion von Verdauungssäften (Leber, Galle) an.
  • Schöllkraut wirkt entzündungshemmend, entkrampfend und schmerzstillend.
  • Schöllkraut soll in Kombination mit weiteren Heilpflanzen auch Atemwegsbeschwerden lindern können.
Schöllkraut (Chelidonium majus) blüht im Mai.
Schöllkraut (Chelidonium majus) blüht im Mai.
Heilpflanzenrezepte mit Schöllkraut

Hinweis: Das Schöllkraut ist giftig! Deshalb ist es empfehlenswert bei innerlicher Anwendung auf Fertigprodukte (Tee, Tropfen) aus der Apotheke zurückzugreifen, sich an die empfohlenen Dosierungen zu halten bzw. das Schöllkraut im Zweifelsfall nur nach Rücksprache mit dem Arzt anzuwenden.

Für eine Schöllkraut-Kompresse zur äußerlichen Anwendung bei Haut-Unreinheiten werden drei Teelöffel des frischen oder zwei Teelöffel des getrockneten Krauts mit 250 ml kochend heißem Wasser überbrüht. Den Aufguss 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen und etwas abkühlen lassen. Dann ein Tuch darin tränken, auswringen und auf die betroffenen Hautpartien auflegen.

Für die Behandlung von Warzen wird traditionell auch der gelbliche Milchsaft des Schöllkrauts genutzt. Dazu soll man den Milchsaft allerdings über einige Tage/Wochen hinweg täglich auftragen. Ob es tatsächlich wirkt habe ich selbst noch nicht ausprobiert.

Die Samenstände des Schöllkrauts (Chelidonium majus) bilden sich im Juni.
Die Samenstände des Schöllkrauts (Chelidonium majus) bilden sich im Juni.

♣ Pflanzen die Milchsaft enthalten (z.B. Löwenzahn, Schöllkraut, Schlafmohn) galten im Mittelalter als Hexenkräuter. Dabei hat vermutlich eine Rolle gespielt, dass der in den unterschiedlichen Pflanzen vorkommende, weiß bis gelbliche Milchsaft häufig giftig ist und dessen Verzehr zu schweren Gesundheitsschäden führt.

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