Holunder, schwarzer (Sambucus nigra)

andere Bezeichnung: Hollerbusch

Blüte des schwarzen Holunders (Sambucus nigra)
Blüte des schwarzen Holunders (Sambucus nigra)

Der schwarze Holunder (Sambucus nigra) wächst oft in der Nähe von Siedlungen an den Rändern von Äckern, Feldern und Wiesen. Er wird in Deutschland meist einfach als Holunder, in Österreich auch als „Holler“ und in der Schweiz als „Holder“ bezeichnet. In der Pflanzenheilkunde werden sowohl die Holunderblüten als auch die Holunderbeeren verwendet. Die Holunderblüten können von Juni bis Juli gesammelt werden. Die Erntezeit für die Holunderbeeren beginnt im September und endet im Oktober.

Heilende Inhaltsstoffe des Holunders

Holunder enthält neben anderen Antioxidantien insbesondere Vitamin C und Zink was ihn für die Behandlung von Erkältungskrankheiten so wertvoll macht. Aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe kommt Holunder auch eine reinigende und entgiftende Wirkung zu, so dass er früher zur Behandlung der Gicht und heute im Rahmen von Schlankheitskuren eingesetzt wird.

Wirkung von Holunder als Heilpflanze
  • Holunder stärkt das Immunsystem.
  • Holunderblüten wirken entzündungshemmend, schweißtreibend und Fieber senkend.
  • Holunder wird zur Vorbeugung und unterstützenden Behandlung von Erkältungskrankheiten eingesetzt.
  • Holunderbeeren helfen bei Verstopfung weil sie leicht abführend wirken.
Heilpflanzenrezepte mit Holunder

Hinweis: In rohem Zustand sind Holunderbeeren giftig!

Für einen Holunder-Tee kocht man einen Teelöffel der getrockneten Holunder-Beeren mit Wasser auf. Der Holunder-Tee muss ungefähr 10 Minuten köcheln bevor er abgeseiht und getrunken werden kann. Bei Erkältungskrankheiten sollten es zwei Tassen pro Tag sein.

Holunderbeeren in reifem Zustand
Holunderbeeren in reifem Zustand

Aus den Beeren hergestellter Holunder-Sirup schmeckt nicht nur lecker, sondern er ist auch sehr gesund. Aufgrund seiner schweißtreibenden und entzündungshemmenden Wirkung wird Holunder als Heilpflanze häufig bei Erkältungskrankheiten angewendet. Für die Herstellung von Holunder-Sirup sammelt man zunächst die ganzen Beerendolden. Nachdem man diese gründlich gewaschen hat, werden die Beeren abgerebelt und die unreifen “roten” Beeren sowie Stielreste aussortiert. Die reifen “schwarzen” Beeren werden mit etwas Wasser circa 15 Minuten aufgekocht. Dann werden die Beeren über einem zweiten Topf in einem Tuch ausgedrückt. Der so gewonnene Holundersaft wird nochmals ungefähr 5 Minuten mit Zucker (50 g Zucker auf 100 ml Saft) aufgekocht, so dass man schließlich einen haltbaren Holunder-Sirup erhält. Verzehrempfehlung: Jeweils einen Esslöffel Holunder-Sirup kann man je nach Geschmack ganz einfach mit 200 ml kaltem oder heißem Wasser aufgießen und genießen.

Holunderblüten-Bowle
Holunderblüten-Bowle

Für die sehr leckere und erfrischende Holunderblüten-Bowle benötigt man 10 Blütendolden. Die kleinen, weißen Blüten rebelt man ab und übergießt sie mit 500 ml Weißwein. Dann gibt man noch zwei Esslöffel Zucker hinzu. Diese Mischung lässt man ungefähr 24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank durchziehen. Kurz vor dem Servieren fügt man eine in Scheiben geschnittene Limette, einige Pfefferminzblätter, 250 ml Zitronensprudel und 200 ml Sekt hinzu.

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