Sternanis (Illicium verum)

Sternanis (Illicium verum)
Sternanis (Illicium verum)

Sternanis ist ursprünglich in China und Vietnam beheimatet, wo er auch heute noch kultiviert wird. In der Pflanzenheilkunde werden ausschliesslich die sternförmigen Früchte, welche die einzelnen Samenkörner enthalten, verwendet.

Heilende Inhaltsstoffe des Sternanis

Die Früchte des Sternanis enthalten ätherisches Öl (hauptsächlich Anethol) welches schleim- und krampflösend wirkt. Deshalb eignet sich Sternanis insbesondere zur Anwendung bei Husten und Bronchitis.

Sternanis enthält darüber hinaus bedeutsame Mengen Shikimisäure. Diese kann zu Oseltamivir weiter verarbeitet werden. Oseltamivir ist der Wirkstoff in Grippemedikamenten.

Wirkung von Sternanis als Heilpflanze
  • Sternanis wirkt antiviral und antibakteriell.
  • Sternanis löst festsitzenden Husten und lindert die Beschwerden bei Bronchitis.
  • Sternanis hilft bei krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden.
  • Sternanis soll bei Rückenschmerzen, Hexenschuß und Ischialgie entspannend, entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.
Heilpflanzenrezept mit Sternanis

Für einen Sternanis-Tee zerkleinert man eine der sternförmigen Früchte im Mörser und übergiesst sie anschliessend mit heißem Wasser. Der Sternanis-Tee muss zugedeckt 10 bis 15 Minuten ziehen bevor er abgeseiht und getrunken werden kann. Bei Erkältungs- oder Verdauungsbeschwerden kann bis zu dreimal täglich eine Tasse Sternanis-Tee getrunken werden.

Für einen Sternanis-Verdauungsschnaps übergiesst man einige Sternanis-Früchte sowie drei Teelöffel weißen Kandiszucker mit 0,7 Liter Alkohol (z.B. 38%iger Kornbrand „Doppelkorn“) und lässt diese Mischung 3 bis 6 Wochen ziehen. Zwischendurch gelegentlich schütteln.

♣ Anis (Pimpinella anisum) und Sternanis (Illicum verum) sind zwei verschiedene Heilpflanzen. Anis ist ein einjähriger Doldenblütler dessen Früchte im Spätsommer geerntet werden. Sternanis ist ein immergrüner Baum, dessen Früchte bis zu dreimal pro Jahr geentet werden können. Anis und Sternanis sind vom Geschmack her jedoch ähnlich und haben auch ein vergleichbares Anwendungsspektrum. Zudem enthalten sowohl Anis als auch Sternanis mit dem ätherischen Öl Anethol den gleichen Hauptwirkstoff.

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