Schlagwort-Archiv: Estragon

Kräutervorräte für den Winter

Jetzt im Herbst ist es höchste Zeit die Küchenkräuter für den tristen Winter zu konservieren, wenn draußen nichts mehr wächst. Zwar lassen sich die meisten Kräuter auch auf der Fensterbank weiter kultivieren, aber dort ist ja leider nur begrenzt Platz für die grandiose Vielfalt an geschmackvollen Küchenkräutern. Außerdem habe ich zu dieser Jahreszeit auch keine rechte Lust mehr auf das notwendige Umtopfen und deshalb bleibt es dann später doch oft nur bei einem Topf Basilikum auf der Fensterbank.

Also lege ich mir (frühzeitig) entsprechende Kräutervorräte für den Winter an. Diesbezüglich ist das Trocknen und Rebeln von Küchenkräutern eine altbewährte Möglichkeit diese haltbar zu machen. Leider verlieren die Kräuter dadurch jedoch ihre schöne, grüne Farbe und auch der Geschmack verändert sich. Kräutervorräte für den Winter weiterlesen

Kräutersalz und Blütenzucker

kraeutersalz_1

Obwohl so einfach und schnell selbst gemacht sind sowohl das Kräuter-Salz als auch der Blüten-Zucker ein echter Gaumenschmaus. Beides ist auch eine schöne Idee für ein hübsches, in letzter Minute gezaubertes, Mitbringsel.

Für das Kräuter-Salz benötigt man 200 g grobes Meersalz und 20 g getrocknete, gehackte Kräuter. Sehr lecker und vielseitig verwendbar ist ein Kräuter-Salz mit Kräutern wie Estragon, Lavendel, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian.

Wer keine selbst geernteten Kräuter zur Verfügung hat und/oder es ganz unkompliziert mag, kauft sich einfach ein fertiges Tütchen Kräuter der Provence* in der Gewürzabteilung im Supermarkt.

Frische Kräuter sind für das Kräuter-Salz nicht geeignet, weil durch die enthaltene Feuchtigkeit das Meersalz verklumpen würde. Man kann die frischen Kräuter aber auch auf Backpapier ausbreiten und dann bei sehr niedriger Temperatur (50 ° Celsius) langsam im Backofen trocknen lassen.

kraeutersalz_2

Anschließend werden Meersalz und Kräuter miteinander vermischt und in ein Schraubglas gefüllt. Bei warmen Speisen kann man das Kräuter-Salz direkt verwenden. Wenn mit dem Kräuter-Salz kalte Speisen gewürzt werden sollen, sollte man die entsprechende Portion Kräuter-Salz vorher im Mörser zermahlen. Das gesamte Kräuter-Salz schon gemahlen abzufüllen ist nicht empfehlenswert, weil sich dann das Aroma nicht so gut hält.

Für den Blüten-Zucker benötigt man 200 g Zucker und 20 g getrocknete, zerkleinerte Blüten.

Prinzipiell sind alle essbaren Blüten (z.B. Chrysanthemen, Gänseblümchen, Holunderblüten, Jasmin, Klatschmohn, Lavendel, Lindenblüten, Löwenzahnblüten, Malven, Margeriten, Passionsblumen, Ringelblumen, Rosen, Schafgarbe, Schlüsselblumen, Sonnenblumen, Stiefmütterchen, Veilchen) geeignet.

kraeutersalz_3Aber nicht alle Blüten schmecken im Blüten-Zucker auch wirklich lecker. Mein Tipp, um herauszufinden welche Kombination von Blüten am besten schmeckt – brühen Sie sich vorher einen Tee damit auf.

Wenn eine Auswahl an Blüten getroffen ist, werden diese mit dem Zucker vermischt und in ein Schraubglas gefüllt. Der Blüten-Zucker eignet sich beispielsweise zum Süßen von Quarkspeisen oder zum Aromatisieren von Schlagsahne.

*Die Gewürzmischung „Kräuter der Provence“ beinhaltet beispielsweise Estragon, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian. Also alles Kräuter, die im Südosten Frankreichs (der Provence) wild wachsen und von daher häufig in der dortigen, mediterran geprägten Küche verwendet werden. In der Provence gibt es zudem oft riesige Lavendelfelder. Lavendel gehört aber eigentlich nicht zu den oben beschriebenen „Kräutern der Provence“, sondern Lavendel wird in Frankreich als Duftstoff für die Parfümherstellung angebaut.