Waldmeister (Galium odoratum)

andere Bezeichnung: Maikraut, Mösch

Waldmeister (Galium odoratum)
Waldmeister (Galium odoratum)

Waldmeister kommt überall in Mitteleuropa, also auch deutschlandweit, in Laubwäldern vor.

Verwendet wird das gesamte Kraut des Waldmeister, also Blätter und Blüten. Dieses wird zur Blütezeit von Mai bis Juni kurz über dem Boden abgeschnitten.

Heilende Inhaltsstoffe von Waldmeister

Waldmeister enthält neben Bitter- und Gerbstoffen auch Cumaringlykoside (Cumarin) weswegen er nur in Maßen verwendet werden sollte.

Wirkung von Waldmeister als Heilpflanze
  • wird bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.
  • wirkt gefäßerweiternd, entzündungshemmend und krampflösend.
  • lindert Schlafstörungen.
Heilpflanzenrezept mit Waldmeister

Vor der Verwendung z.B. für eine Waldmeister-Bowle muss das Kraut des Waldmeister zumindest einige Stunden (besser über Nacht) antrocknen, weil es nur dann sein volles Aroma entfaltet. Frisch geerntet duftet Waldmeister nur sehr wenig.

Rezept für eine Waldmeister-Bowle (Maiwein)

  • Zwei Flaschen Weißwein
  • Eine Flasche Sekt
  • 350 ml Zitronensprudel
  • 1 Bund Waldmeister
  • einige Blätter Zitronenmelisse
  • zwei Zitronenscheiben

Der Waldmeister wird für 30 Minuten so in den Weißwein gehangen, dass die Stilenden herausschauen. Kurz vor dem Servieren wird dann mit Sekt und Zitronensprudel aufgegossen. Wer mag kann noch zwei Zitronenscheiben sowie einige Blätter Zitronenmelisse hinzugeben.

♣ Cumarin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in Waldmeister, aber auch in Datteln oder Zimt vorkommt. In größeren Mengen ist er gesundheitsschädlich. Cumarin kann zu Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen führen.

Die Benediktinermönch Wandalbertus aus dem Kloster Prüm erwähnte den Maiwein bereits 854. Damals wurde der Maiwein als medizinisches Stärkungsgetränk im Kloster ausgeschenkt.

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Quellen: Mannfried Pahlow „Das große Buch der Heilpflanzen“, Hamburg 2013, Wikipedia „Waldmeister“ und „Maiwein“ (Zugriff am 13.04.16)