Wurzeln können auch im Winter ausgegraben und verarbeitet werden

Quelle: pixabay.com / User: David_Kaspar / Titel: chicory-2945438_960_720 /  Lizenz: CC0)

Während die Natur im Winterschlaf liegt haben wir jetzt Zeit und Muße neue Heilpflanzenrezepte auszuprobieren. Dafür eignen sich beispielsweise die Wurzeln von Beinwell, BrennnesselLöwenzahn und Meerrettich die zu dieser Jahreszeit (Oktober – März, wenn der Boden nicht gefroren ist) geerntet werden können.

Rezept für eine Heilpflanzentinktur

Sehr beliebt ist beispielsweise die Herstellung von Heilpflanzentinkturen. Dafür werden jeweils bevorzugt die frischen Wurzeln verwendet. Diese werden erst grob mit einer Bürste von Erde befreit und dann gründlich gewaschen. Anschließend werden die Wurzeln mit einem Messer zerkleinert und eventuell noch in einem Mörser zerdrückt, damit die heilenden Inhaltsstoffe später gut freigesetzt werden. Die Wurzelstücke werden dann in ein Schraubglas gegeben, welches mit Alkohol (z.B. 50%iger Wodka) aufgefüllt wird. Alles muss vollständig mit Alkohol bedeckt sein. Danach lässt man die Heilpflanzentinktur einige Wochen dunkel stehen bis die Inhaltsstoffe aus der Wurzel im Alkohol gelöst sind. Erst dann wird abgeseiht.

Anwendungsbereiche von Heilpflanzentinkturen

  • Beinwell- und Brennnesseltinkturen können verdünnt als Kompresse bei Gelenkbeschwerden, Rückenschmerzen und Sportverletzungen aufgelegt werden.
  • Die verdünnte Löwenzahn-Tinktur kann bei Gallen- und Leberleiden Linderung verschaffen.
  • Eine selbst gemachte Meerrettich-Tinktur wirkt innerlich verdünnt eingenommen wie ein natürliches Antibiotikum und soll äußerlich verdünnt als Kompresse aufgelegt z.B. bei Kopfschmerzen und Stirnhöhlenvereiterungen helfen.

Buchtipp: Die “Unkräuter” in meinem Garten: 21 Pflanzenpersönlichkeiten erkennen & nutzen (Amazon-Partnerlink)