Zimt (Cinnamomum zeylanicum)

Zimt (Cinnamomum zeylanicum)
Zimt (Cinnamomum zeylanicum)

Zimt stammt ursprünglich aus Ceylon (heute: Sri Lanka). In der Pflanzenheilkunde wird die Rinde des Ceylon-Zimtbaums verwendet, genauer gesagt nur die dünne Schicht zwischen Außenborke und Mittelrinde. Sobald die Rinde vom Holz getrennt wird, rollt sie sich zur charakteristischen Zimtstange zusammen.

Heilende Inhaltsstoffe von Zimt

Für das typische Zimt-Aroma ist das enthaltene Zimtöl verantwortlich, welches überwiegend aus Zimtaldehyd besteht. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind desinfizierendes Kampfer sowie Eugenol, verdauungsfördernde Schleim- und Gerbstoffe sowie schmerzlindernde Salicylate. Außerdem enthält Zimt die Antioxidantien Vitamin C und Zink.

Wirkung von Zimt als Heilpflanze
  • Zimt lindert Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
  • Zimt fördert die Verdauung und hilft bei Verdauungsschwäche.
  • Zimt hilft bei Erkältungsbeschwerden, wirkt antiviral und antibakteriell sowie fiebersenkend.
  • Zimt regt die Durchblutung sowie den Kreislauf an und gilt allgemein als anregendes, wärmendes Mittel.
  • Zimt senkt den Blutzuckerspiegel und kann unterstützend bei der Diabetes-Behandlung eingesetzt werden.
Heilpflanzenrezepte mit Zimt
Zimt-Tee
Zimt-Tee

Die Dosierungsempfehlungen für einen Zimt-Tee schwanken enorm. Sie reichen von einer Stange Zimt pro 100 ml Wasser bis hin zu einer Zimtstange auf einen Liter Wasser. Da Zimt in höheren Dosierungen den Magen reizt und außerdem das schädliche Cumarin enthalten kann, sollte er nur in Maßen genossen werden. Ich verwende deshalb zwei Zimtstangen auf einen Liter Wasser und lasse den Tee 10 bis 15 Minuten lang abgedeckt ziehen bevor ich die Zimtstangen herausnehme. Zimt-Tee schmeckt nicht nur sehr lecker, sondern er wirkt verdauungsfördernd und lindert Beschwerden wie Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen.

Für hustenlindernde Zimt-Lutschstangen erwärmt man 5 Esslöffel Wasser und gibt 5 Teelöffel pulverisiertes Gummi arabicum hinzu. Beide Zutaten muss man gut miteinander verrühren bevor man Zucker und gemahlenen Zimt zu jeweils gleichen Teilen hinzufügen kann. Wenn eine feste Masse entstanden ist, streicht man diese auf Backpapier aus und schneidet sie in 1 cm lange Streifen. Anschliessend müssen die Zimt-Lutschstangen noch trocknen.

♣ Cumarin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in Zimt, aber auch in Waldmeister oder Datteln vorkommt. In größeren Mengen ist er gesundheitsschädlich. Im Gegensatz zum Ceylon-Zimt hat Cassia-Zimt einen deutlich höheren Cumarin-Anteil. Deshalb sollte man nur Zimt vom Ceylon-Zimtbaum verwenden. Cumarin kann zu Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen führen.

♣ Gummi arabicum wird hauptsächlich im Sudan aus dem Pflanzensaft von Akazienbäumen (Acacia senegal, Acacia seyal) gewonnen. Dafür wird die Rinde der Akazienbäume eingeschnitten und der austretende Pflanzensaft aufgefangen. Dieser Pflanzensaft wird anschliessend getrocknet und gemahlen. Gummi arabicum löst sich in Wasser auf – es entsteht eine Art Zuckersirup. Deshalb wird Gummi arabicum in der Lebensmittelindustrie (E 414) als Verdickungsmittel, als Emulgator und als Stabilisator verwendet.

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