Pflanzenheilkunde bei Schilddrüsenerkrankungen

Im nachfolgenden Artikel geht es um die Chancen und Grenzen der Pflanzenheilkunde bei der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen.

Während eine Heilung von Krankheiten der Schilddrüse durch Heilpflanzen eher unwahrscheinlich ist, lassen sich einige der beeinträchtigenden Beschwerden aber durchaus gut damit lindern.

 

Morbus Basedow und Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Eine mögliche Ursache für eine Überfunktion der Schilddrüse ist der Morbus Basedow, eine autoimmun bedingte Schilddrüsenentzündung. Das gestörte Immunsystem bildet dabei bestimmte Autoantikörper gegen die Schilddrüse. Diese regen die Schilddrüse zu einer stark übersteigerten Schilddrüsenhormonproduktion an.

Beim Morbus Basedow wird der Körper mit Schilddrüsenhormonen regelrecht überschwemmt. Diese Zuviel an Schilddrüsenhormonen bezeichnet man als Schilddrüsenüberfunktion oder Hyperthyreose. Der ständige Überschuss an Schilddrüsenhormonen bleibt natürlich nicht folgenlos, sondern führt zu beeinträchtigenden Beschwerden wie Nervosität, Schlaflosigkeit, Schwitzen, Durchfall und Gewichtsabnahme.

→ Diese Heilpflanzen helfen bei einer Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose, Morbus Basedow)

 

Schilddrüsenunterfunktion durch Jodmangel

Das Spurenelement Jod ist der wichtigste Grundstoff für die Schilddrüsenhormone. Wenn Jod in der Nahrung fehlt, hat das zunächst eine harmlose Kropfbildung zur Folge. Das bedeutet, die Schilddrüse vergrößert sich teilweise sichtbar um mehr Jod aufnehmen zu können. Die Schilddrüsenfunktion, d.h. die Produktion der Schilddrüsenhormone, ist aber noch nicht beeinträchtigt.

Erst wenn über sehr lange Zeit ständig zu wenig Jod aufgenommen wird, kommt es zu einer behandlungsbedürftigen Erkrankung. Wenn es dauerhaft an dem Spurenelement Jod fehlt, kann die Schilddrüse irgendwann nicht mehr genug Hormone herstellen um den gesamten Körper damit versorgen zu können. Diesen Mangel an Schilddrüsenhormonen bezeichnet man auch als Unterfunktion der Schilddrüse oder Hypothyreose. Damit einher gehen Beschwerden wie Müdigkeit, depressive Verstimmungen, trockene Haut, Verstopfung und Gewichtszunahme.

→ Jodhaltige Heilpflanzen bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Schilddrüsenvergrößerung und Jodmangel

 

Schilddrüsenunterfunktion durch Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine weitere Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion. Bei dieser Autoimmunerkrankung greift das Immunsystem fälschlicherweise die eigene Schilddrüse an und zerstört diese. Über Jahre hinweg zunehmende Funktionsstörungen sind die Folge.

Irgendwann ist die Schilddrüse durch die Hashimoto-Thyreoiditis so geschädigt, dass nur noch wenige oder überhaupt keine Schilddrüsenhormone produziert werden. Es kommt zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Das führt  einerseits zu den bereits genannten typischen Krankheitssymptomen eines Schilddrüsenhormonmangels wie Müdigkeit, depressiven Verstimmungen, trockener Haut, Verstopfung und Gewichtszunahme. Andererseits kann es aber auch noch zu Beschwerden kommen die durch die Autoimmunerkrankung an sich ausgelöst werden.

→ Eine Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunthyreoiditis) begleitend mit Heilpflanzen behandeln

 

Schilddrüsenknoten und Schilddrüsenkrebs

Im Laufe seine Lebens erkrankt fast jeder zweite Deutsche an einem Schilddrüsenknoten. Es gibt kalte und heiße Knoten (autonomes Adenom) in der Schilddrüse. Meist sind diese harmlos und müssen auch nicht behandelt werden.

Sehr selten kann sich aus den kalten Schilddrüsenknoten aber auch eine Schilddrüsenkrebserkrankung entwickeln. Diese ist mit der klassischen Schulmedizin oft gut behandelbar, so dass die Betroffenen wieder vollständig gesund werden.

Schilddrüsenknoten machen oft keine Beschwerden. Es kann aber auch zu Schluckbeschwerden, Kloßgefühl, Heiserkeit, Räusperzwang sowie einem Druck- und Engegefühl kommen.

Bei Schilddrüsenknoten und Schilddrüsenkrebs können Heilpflanzen nur wenig ausrichten

 

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